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LIEBE ORGELFESTIVALFREUNDE
Anlässlich des 3. Konzertes des diesjährigen Orgelfestivals treffen am Sonntag, 2. September 2018 unter dem Titel "Shalom! - Kirche trifft Synagoge" zwei der grossen Weltreligionen musikalisch zusammen - und dies nicht ganz zufällig. Seit 1999 steht nämlich jeweils der erste Sonntag im September europaweit im Zeichen der jüdischen Kultur. Und so soll dieser Tag auch im Rahmen des Orgelfestivals von der Begegnung zweier Religionen und somit Kulturen geprägt sein.
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Aufgeführt werden Werke jüdischer und christlicher Komponisten, wie Louis Lewandowski, Joseph Gabriel Rheinberger, Max Bruch, Jehan Alain, Ernest Bloch, Fernand Halphen, Josef Sulzer, Friedrich Gernsheim und Siegfried Würzburger, interpretiert von Franz Danksagmüller (Orgel) und Semjon Kalinowsky (Viola). Zudem hören Sie eine Improvisation von Franz Danksagmüller.
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Danksagmüller Franz
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FRANZ DANKSAGMüLLER
Franz Danksagmüller wurde im österreichischen St. Martin geboren und erhielt seinen ersten Unterricht im Klavier- und Orgelspiel von seinem Vater, Franz Danksagmüller senior. Ab seinem 11 Lebensjahr wurde er von Walther R. Schuster in Passau unterrichtet. Nachfolgend studierte er an der Hochschule für
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Musik und darstellende Kunst in Wien Kirchenmusik und Orgel bei Michael Radulescu sowie Komposition bei Dietmar Schermann und Eric Urbanner. Weitere Studien führten ihn zu Daniel Roth nach Saarbrücken sowie an die Anton Bruckner Privatuniversität nach Linz, wo er elektronische Musik und Musiktechnologie bei Karlheinz Essl studierte. Danksagmüller erhielt mehrere Auszeichnungen bei internationalen Musikwettbewerben und ist Träger des Würdigungspreises des Österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung. Er konzertiert regelmässig sowohl als Solist als auch in unterschiedlichen Besetzungen. Als Komponist und Organist vereint er in innovativen Projekten historische mit neuer Musik und klassische Klangkörper mit neusten elektronischen Instrumenten. Danksagmüller wirkte als Kirchenmusiker an der Karlskirche (1990 - 1994) und an der Pfarrkirche St. Elisabeth in Wien (1994 - 1999) sowie von 1999 - 2003 als Organist und Komponist am Dom in St. Pölten. Lehraufträge hatte er am Konservatorium für Kirchenmusik in Linz sowie an seiner Alma Mater in Wien inne. Seit 2005 unterrichtet er als Professor für Orgel und Improvisation an der Musikhochschule Lübeck.
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Kalinowsky Semjon
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SEMJON KALINOWSKY
Geboren in der Ukraine, begann auch Semjon Kalinowsky's musikalische Karriere bereits im frühen Kindesalter, mit Geigenunterricht bei seinem Vater, Naum Kalinowsky. Bald schon folgten erste öffentliche Auftritte, sein Orchesterdebut gab er mit 13 Jahren und errang mehrere Preise bei verschiedenen Wettbewerben.
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Mit 17 Jahren tauschte er schwerpunktmässig die Geige gegen die Bratsche ein. Er absolvierte das Diplomstudium bei Zenon Dashak an der Staatlichen Hochschule für Musik im ukrainischen Lemberg, welches er mit Auszeichnung abschloss, gefolgt von einem Aufbaustudium an der Staatlichen Musikakademie polnischen Danzi, finanziert durch ein Stipendiat des Polnischen Kulturministeriums. Kalinowsky gilt als leidenschaftlicher Vertreter seines Instruments und versucht in seiner regen internationalen Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker die Viola von der "Patina abschätziger Vorurteile", die ihr anhaftet, zu befreien. In Zusammenarbeit mit renommierten Musikverlagen hat er als Bearbeiter und Herausgeber dazu beigetragen, das Viola-Repertoire mit neuen Werken zu bereichern. Dabei gilt sein Interesse insbesondere auch Werken in Vergessenheit geratener jüdischer Komponisten. Semjon Kalinowsky war ferner Initiator und musikalischer Leiter des Festivals "Jüdische Kulturtage Lübeck". Für sein unermüdliches Schaffen wurde er 1998 vom Präsidenten der Ukraine mit dem Titel "Verdienter Künstler der Ukraine" ausgezeichnet. Ein Bijou ist auch das Instrument, auf dem Semjon Kaliowsky spielen wird: eine Viola von Johann Baptist Schweiter aus dem Jahre 1817.
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Konzerte mit Orgel und Bratsche sind seltene Hörerlebnisse. Lassen Sie sich daher diese Gelegenheit anlässlich des 3. Konzertes des diesjährigen Orgelfestivals nicht entgehen. Freuen Sie sich auf einen interreligiösen musikalischen Dialog, angelehnt an die reichen Traditionen christlicher Orgelmusik und der jüdischen Liturgie.
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Das Konzert findet am Sonntag, 02. September 2018 um 19:00 Uhr in der reformierten Kirche in Uster statt. Die Abendkasse ist ab 18:00 Uhr geöffnet.
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Musikalische Grüsse
Orgelfestival Uster
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